La Manigua Lodge
Mitten im dichten Regenwald, wo das kolumbianische Amazonasgebiet und die Orinoco-Region aufeinandertreffen, liegt die La Manigua Lodge am Ufer des Guayabero. Der Biologe Juan Pablo verwandelte hier eine ehemalige Rinderfarm in einen biologischen Korridor und schuf einen Ort, an dem sich der Wald sein Terrain zurückholt. Die acht auf Stelzen errichteten Cabañas fügen sich in den umliegenden Baumbestand ein, betrieben durch Solarenergie und ausgestattet mit biologisch abbaubaren Pflegeprodukten. Die Wege dazwischen wurden so angelegt, dass sie den Wurzeln und den Pfaden der Totenkopfäffchen ausweichen. Empfang gibt es in den Cabañas nicht; was den Tag gliedert, sind die Geräusche des Waldes und der Rhythmus des Flusses. Von hier aus führen die Routen zum farbenprächtigen Caño Cristales und zu den stillen Lagunen der Sierra de La Macarena.
Details
Land
Kolumbien
Ort
La Macarena
Preis
Ab 120 € pro Nacht/Person
Beste Reisezeit
Juli - August & Dezember - März
Kabinen
Acht Cabañas stehen einzeln auf Stelzen zwischen den Bäumen, jede so gesetzt, dass sie vom Weg aus kaum zu sehen ist. Du duschst unter offenem Himmel, hängst nachmittags im gespannten Katamaran-Netz und schläfst hinter einem Moskitonetz ein, während der Wald draußen weitergeht. Wer mehr Platz möchte, wählt eine der beiden Deluxe-Kabinen mit King-Size-Bett, Badewanne und großer privater Terrasse; sie sind die einzigen Einheiten mit warmem Wasser. Familien finden in den größeren Kabinen ein Loft, das eigens für Kinder gedacht ist und meist noch vor dem Gepäck erobert wird. Und dann ist da die Canopy-Kabine, wandlos und 106 Stufen über dem Boden: Hier weckt dich der Sonnenaufgang, der Wind zieht ungehindert durch, und die Aras fliegen auf Augenhöhe vorbei.
Kulinarik
Die Küche des Hauses greift die Essenz des Regenwaldes auf und verbindet sie mit den authentischen Aromen der Region. Im Restaurant kommen frische Zutaten aus der Umgebung auf den Tisch, und die hohe, zum Wald hin offene Bauweise gibt den Blick auf die Tierwelt frei, ohne dass du den Platz verlassen musst. Das Menü passt sich unkompliziert an vegetarische und vegane Ernährungsweisen an, ebenso an glutenfreie. Direkt am Flussufer lädt die gemütliche Guayabero Bar dazu ein, bei einem erfrischenden Getränk den Blick auf die Sierra de La Macarena und den Sonnenuntergang zu genießen. Während du hier entspannst, sorgen das weiche Rauschen des Flusses und die Besuche neugieriger Totenkopfäffchen am Nachmittag für eine ganz besondere Kulisse.
Aktivitäten
Was du unternimmst, hängt davon ab, wann du kommst — die Region lebt in zwei Jahreszeiten. In der Farbsaison von Mitte Juni bis Mitte November führt der Weg zum Caño Cristales, wo die Wasserpflanze Macarenia clavigera die Flusssohle färbt: im offeneren Oberlauf in kräftigem Rot, im beschatteten Abschnitt Caño Cristales Selva in tiefem Grün, dazwischen versteckte Naturpools zum Baden. In der Trockenzeit von Dezember bis Ende März sinkt der Wasserstand und gibt dafür den Angosturas-Cañón frei, den du per Boot zwischen den Felswänden des Guayana-Schilds durchquerst. Dazu kommen die Steinlabyrinthe von Ciudad de Piedra und der Aussichtspunkt El Mirador, von dem aus der Guayabero sich durch die Landschaft zieht, sowie ruhige Paddeltouren auf der Laguna del Silencio. Beobachten lässt sich unterwegs wie auch direkt an der Lodge viel: exotische Vögel und Affen, Schildkröten am Ufer und mit etwas Glück rosa Flussdelfine im Fluss.
Lage
Die Lodge befindet sich in einer privilegierten Lage direkt am Ufer des Guayabero-Flusses, nur eine 30-minütige Bootsfahrt flussaufwärts von der Stadt La Macarena entfernt. Diese Flussfahrt dient bereits als erste Gelegenheit, um Vögel, Schildkröten oder Delfine in ihrer natürlichen Umgebung zu sichten. Die Erreichbarkeit von La Macarena erfolgt bequem per Flugzeug aus Bogotá, Medellín oder Villavicencio.