Nils Lindhorst
Travel Designer
Ich bin Nils Lindhorst und Lateinamerika ist bei Take Memories mein Zuhause – im Team bin ich Ansprechpartner für die gesamte Region. Mein Weg dorthin begann mit einem Auslandssemester in Medellín, aus dem am Ende Jahre wurden: mit lokaler Reiseplanung vor Ort, mit meiner Frau, die ich dort kennengelernt habe, und mit einer Karriere, die mich seitdem nie wieder von diesem Kontinent losgelassen hat.
Lateinamerika ist ein Kontinent, bei dem man einmal anfängt zu reisen – und gar nicht mehr aufhören will.
Auf meiner Bucketlist
Guyana & Suriname
Ganz oben auf meiner eigenen Liste stehen Guyana und Suriname, zwei der am wenigsten touristisch erschlossenen Länder Südamerikas. Mich reizen die vielfältigen indigenen Gemeinschaften, der Amazonas-Dschungel und die großen Wasserfälle abseits ausgetretener Pfade – für mich der Inbegriff von echtem, unentdecktem Südamerika.
Meine nächste Reise
Chile: Atacama, Patagonien & Chiloé
Im Oktober geht es für mich wieder nach Chile, in die Atacama-Wüste und nach Torres del Paine im südlichen Patagonien. Beide Orte durfte ich schon einmal erleben, und ich freue mich sehr darauf, sie mit neuen Augen wiederzusehen – jede Reise dorthin fühlt sich anders an. Dazu kommen für mich neue Ziele wie Chiloé und der Lake District, wo es oft mit dem Zug zu einer besonders nachhaltigen Lodge geht.
Über Nils – Wie Lateinamerika mein Herz eroberte
Angefangen hat alles mit einem Tourismusstudium in Bremen und einem Auslandssemester an der Universität Medellín. Ich hatte vorher schon Spanisch gelernt, aber nichts hatte mich auf das vorbereitet, was mich in Kolumbien erwartete. Ich habe mich so sehr in das Land verliebt, dass ich meinen Aufenthalt kurzerhand verlängerte, ein Praktikum im Tourismus machte – und irgendwann auch meine Frau kennenlernte.
Nach meiner Bachelorarbeit in Deutschland zog es mich sofort zurück nach Kolumbien, wo ich jahrelang als Produktmanager und Reiseplaner für eine lokale Destination Management Company arbeitete. Später habe ich für einen Spezialveranstalter Individualreisen für ganz Lateinamerika geplant, bevor ich zu Take Memories kam – seitdem gestalte ich hier nicht nur Reisen für unsere Kunden, sondern bin auch an der Produktentwicklung für Latin Memories beteiligt.
Was mich bis heute an diesem Kontinent begeistert, ist vor allem die Lebensfreude der Menschen – besonders der Kolumbianer, aber genauso in anderen Ländern der Region. Dazu diese unglaubliche Vielfalt: koloniale Städte neben Regenwald, Karibikküste neben Pazifik, farbenfrohe Kultur, Kolonialgeschichte, Tierwelt und Abenteuer, oft alles innerhalb weniger Flugstunden. Genau diese Abwechslung ist es, die mich all die Jahre nicht losgelassen hat.
Orte, die mich besonders begeistern:
Medellín, Kolumbien
Medellín ist für mich weit mehr als eine Station auf meinem Weg – die Stadt ist über die Jahre zu einer zweiten Heimat geworden. Umgeben von immergrünen Bergen und bei einem Klima, das ihr den Namen „Stadt des ewigen Frühlings“ eingebracht hat, sind es vor allem die Menschen, die diesen Ort für mich unvergesslich machen: offen, warmherzig und mit einer Lebensfreude, die sofort ansteckt.
Galápagos-Inseln, Ecuador
Bei einer Schnorcheltour mitten im offenen Pazifik tauchte plötzlich ein Hammerhai direkt vor mir auf – ein Moment, den ich nie vergessen werde. Bei einem weiteren Schnorchelausflug schwammen wir gemeinsam mit Meeresschildkröten, verspielten Seelöwen und Pinguinen im Wasser, so nah, dass man sich mitten in ihrer Welt fühlte statt nur zu Besuch.
Amazonas-Regenwald
Der Amazonas hat mir gleich mehrere Momente geschenkt, die mich geprägt haben. Bei einer Nachtwanderung entdeckten wir eine große, farbenfrohe Regenboa nur einen halben Meter vom Weg entfernt. Ein anderes Mal saßen wir eine ganze Stunde in völliger Stille im Boot, während immer wieder rosafarbene Flussdelfine aus dem Wasser auftauchten. Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir aber ein Abend bei einer indigenen Familie in einer abgelegenen Community: bei einem gemeinsamen Essen sprachen wir über Gott und die Welt und stellten fest, wie unterschiedlich und gleichzeitig wie ähnlich unsere Leben doch sind.
Machu Picchu, Peru
Machu Picchu ist für mich ein spiritueller Ort, ganz gleich, ob man daran glaubt oder nicht. Durch die Ruinen zu laufen und danach etwas oberhalb zu sitzen, mit der gesamten Stadt vor sich, hat in mir völlig unerwartet einen Moment der Ruhe ausgelöst – wir haben uns kurz Zeit genommen, einfach nur zu sitzen und diese besondere Energie auf uns wirken zu lassen.
Salvador da Bahia, Brasilien
Die afrobrasilianische Kultur Salvadors ist unglaublich lebendig, und ein Moment auf dem Markt hat das für mich perfekt eingefangen: Ich probierte gerade Acarajé, das kulinarische Wahrzeichen der Stadt, als eine Bloco-Afro-Gruppe mit ihrer Percussion direkt an uns vorbeizog. Die Energie der Trommeln, die Lebensfreude der Menschen um mich herum und dieser traditionelle Snack – diese Kombination war einfach unvergesslich.
Rio de Janeiro, Brasilien
Rio ist für mich diese unvergleichliche Mischung aus Strand, Meer und grün bewachsenen Bergen, dazu die entspannte Lebenseinstellung und Lebensfreude der Menschen. Nach dem Besuch der Christusstatue ging es für mich weiter nach Santa Teresa, das bohemienhafte Künstlerviertel der Stadt. Dort durften wir eine Capoeira-Live-Performance erleben und wurden sogar selbst kurz Teil davon, mit einer kleinen einstudierten Choreografie. Im Anschluss zeigte uns einer der besten Barmixer der Stadt, wie man eine klassische Caipirinha mixt – und auch eine Variante mit Maracuja. Diese Kombination aus echten Local Experiences und der Möglichkeit, direkt mit den Menschen und ihrer Kultur in Kontakt zu kommen, war für mich einer der besonderen Momente in Rio.
Iguazú-Wasserfälle, Argentinien/Brasilien
Die Iguazú-Wasserfälle sind schon für sich ein Naturwunder, aber richtig eindrücklich werden sie erst, wenn man beide Seiten besucht: die argentinische, wo man direkt an den Fällen entlangläuft und von oben hinunterblickt, und die brasilianische, die den großen Panoramablick auf das gesamte Ausmaß bietet. Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir aber die Bootstour, die direkt an die Fälle heranfährt. Man wird nass, spürt das Adrenalin und die Power des Wassers so viel intensiver, als wenn man nur auf den Pfaden entlangwandert.
Wohin ich bereits gereist bin
Kolumbien
Seit meinem ersten Besuch 2009 lässt Kolumbien mich nicht mehr los – ich habe über sechs Jahre hier verbracht, meine Frau kennengelernt und lebe seit diesem Jahr wieder in Medellín, das für mich zur zweiten Heimat wurde. Das Besondere sind die Menschen, kombiniert mit einer unglaublich vielfältigen Kultur und Natur – und trotz all der Jahre stehen noch Orte auf meiner Bucketlist, weil das Land so vielfältig ist.
Brasilien
In Rio habe ich Capoeira getanzt und Caipirinha mixen gelernt, in Salvador da Bahia bei einer Bloco-Afro-Performance Acarajé probiert. Diese Mischung aus Musik, Kulinarik und echter Lebensfreude ist für mich das Herz Brasiliens – ein Kontinent in einem Land, mit Kolonialstädten, Regenwald, Traumstränden, Wasserfällen und weiteren Naturwundern.
Galápagos-Inseln
Auf den Galápagos-Inseln bin ich einem Hammerhai mitten im offenen Pazifik begegnet und mit Seelöwen, Meeresschildkröten und Pinguinen im selben Wasser geschwommen. Diese Nähe zur Tierwelt gibt es so nur auf den Inseln – doch auch auf dem ecuadorianischen Festland treffen Kolonialstädte und Abenteuer auf unterschiedlichste Ökosysteme und Artenvielfalt, verwoben mit lebendiger indigener Kultur.