Antike Stein-Tempelruinen umgeben von dichtem grünem Dschungel in Palenque, Chiapas, Mexiko.

Chiapas

Maya-Städte im Dschungel, Hochland und stille Seen

Maya-Städte im Dschungel, Hochland und stille Seen

Palenque (UNESCO-Welterbe seit 1987), Yaxchilán am Grenzfluss Usumacinta, rund 59 Seen bei Montebello und Tzotzil-Gemeinden auf 2.200 Metern: Chiapas ist die Region Mexikos, in der Dschungel, Maya-Kultur und Gegenwart am dichtesten zusammenliegen — fünf Tage, mit Fahrer, ohne Gedränge.

Geschrieben von: Luca Krohn Zuletzt aktualisiert am: 8. September 2026

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Beste Reisezeit

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Warum Chiapas — Nebelwald, Maya-Städte und lebendige Kultur

Kurz vor sieben Uhr hängt der Nebel noch zwischen den Kiefern über San Cristóbal de las Casas. Auf dem Markt riecht es nach Holzkohle, Koriander und Kaffee aus der Sierra, Frauen aus Chamula breiten schwarze Wollröcke aus, eine Glocke läutet. Zwei Autostunden weiter nördlich beginnt ein anderes Chiapas: Brüllaffen über den Tempeln von Palenque, Wasser, das über Kalkstein türkis wird, ein Grenzfluss, den man nur im Boot befährt.

Die meisten Mexiko-Reisenden lassen Chiapas aus — zu weit, zu wenig Strand. Was sie verpassen: Palenque, seit 1987 UNESCO-Welterbe, die Biosphärenreserve Montes Azules, seit 1979 UNESCO-Biosphärenreservat, rund 59 Seen bei Montebello und Hochlandgemeinden, in denen Tzotzil und Tzeltal Sprache und Rituale bewahrt haben. Wer eine Mexiko-Rundreise plant, gibt der Region fünf Tage — und bekommt Orte, an denen er morgens um acht allein ist.


Sehenswertes in Chiapas — Hochland, Dschungel und Seen

San Cristóbal de las Casas — Pueblo Mágico auf 2.200 Metern

San Cristóbal, 1528 gegründet und seit 2003 Pueblo Mágico, liegt auf rund 2.200 Metern in einem Hochtal — kühl, klar, Kopfsteinpflaster, Kolonialkirchen, Kaffeekultur. Der Templo de Santo Domingo mit barocker Stuckfassade ist das Wahrzeichen; im Kloster daneben zeigt das Centro de Textiles del Mundo Maya Hunderte Trachten aus Chiapas und Guatemala — der beste Einstieg, bevor du in die Dörfer fährst. Das Museum Na Bolom erzählt die Geschichte der Lacandonen (Di–So, ca. 45 MXN), der Mercado Municipal ist morgens am lebendigsten, abends gehört die Real de Guadalupe den Cafés und Mezcalerías.

Eine belebte Fußgängerzone in San Cristobal, Chiapas, Mexiko, gesäumt von bunten kolonialen Gebäuden, Geschäften, Sitzgelegenheiten im Freien unter Sonnenschirmen und Menschen, die an einem sonnigen Tag spazieren gehen und sitzen.Helle gelbe koloniale Kirchenfassade in San Cristóbal de las Casas mit einem großen Kreuzdenkmal im Vordergrund und Menschen, die über einen sonnigen Platz gehen.Ein weißes Lehmgebäude mit einem Ziegeldach und einem hohen Kreuz oben, geschmückt mit bunten Papel-picado-Bannern, vor einem strahlend blauen Himmel mit verstreuten Wolken.

Zehn Kilometer weiter liegt San Juan Chamula — eine Tzotzil-Gemeinde mit eigener Verwaltung und einer Kirche ohne Bänke: Kiefernnadeln auf dem Boden, Hunderte Kerzen, Familien, die mit Heilern in Tzotzil beten, dazu Pox, der Maisschnaps. Ein Kultort, kein Museum. Zinacantán auf 2.558 Metern ist das Gegenstück: Gewächshäuser voller Schnittblumen, blumenbestickte Umhänge, Webstühle in den Innenhöfen.

San Juan Chamula — respektvoll besuchen

In der Kirche gilt ein absolutes Fotografierverbot — auch für Handys, auch ohne Blitz; Verstöße ahndet die Gemeindepolizei bis zur Beschlagnahme der Kamera. Im Dorf fotografierst du Menschen nur nach ausdrücklicher Zustimmung. Eintritt ca. 30 MXN am Tourismusbüro an der Plaza, sonntags Markt. Wir empfehlen dringend einen Guide aus der Gemeinde — er erklärt die Rituale, und du trittst niemandem auf die Füße.

Palenque — UNESCO-Welterbe seit 1987

Palenque ist die Maya-Stadt, die man im Dschungel erlebt: Tempel auf Terrassen zwischen Urwaldriesen, Nebel in den Kronen, Brüllaffen als Weckruf. Seit 1987 UNESCO-Welterbe — und doch ist nach Schätzung des INAH weniger als zwei Prozent der einstigen Stadt freigelegt. Der Palast mit dem vierstöckigen Turm, der Tempel der Inschriften, unter dem Alberto Ruz Lhuillier 1952 die Grabkammer des Königs Pakal fand, die Kreuzgruppe: drei Stunden mit einem guten Guide reichen für die Essenz. Ab 08:00 Uhr sind die Plätze leer, gegen 11 Uhr kommen Gruppen und Hitze — übernachte deshalb in Palenque, nicht in Villahermosa.

Palenque

  • Eintritt — 210 MXN (ca. 11 EUR) INAH-Ticket, Kategorie I (Tarif 2026); dazu die Nationalpark-Gebühr an der Kasse am Museum (zuletzt ca. 215 MXN / 11 EUR); Shuttle zum Eingang ca. 60 MXN
  • Öffnungszeiten — Täglich ab 08:00 Uhr; Site-Museum Di–So
  • Lage — 8 km westlich der Stadt Palenque; Bahnhof Tren Maya (Pakal Ná) 2 km nördlich der Stadt
  • Tipp — Vor 08:00 Uhr an der Kasse stehen, zuerst zur Kreuzgruppe hinauf — die Gruppen beginnen am Palast

Yaxchilán und Bonampak — Maya-Städte am Grenzfluss

Yaxchilán erreichst du nur per Boot: Von Frontera Corozal, 160 Kilometer südöstlich von Palenque, geht es rund 40 Minuten den Usumacinta hinab — rechts Mexiko, links Guatemala, Krokodile auf den Sandbänken. Dann tauchen die Ruinen aus dem Wald auf: 120 Bauten, rund 50 zugänglich, Türstürze mit Reliefs der Königin Xook und des Herrschers Vogel-Jaguar IV. Kein Bus, keine Stände — nur Boot, Brüllaffen und du.

Bonampak, 21 Kilometer entfernt im Lacandonen-Land, ergänzt Yaxchilán um Farbe: Die drei Räume des Tempels der Wandmalereien (datiert 790, 1946 wiederentdeckt) zeigen Hofzeremonien, eine Schlacht und die Gefangenen danach. Die letzten Kilometer fährst du im Fahrzeug der Lacandonen-Gemeinde Lacanjá Chansayab — das gehört zum Konzept.

Yaxchilán und Bonampak

  • Eintritt — Yaxchilán: INAH-Ticket ca. 150 MXN (8 EUR) plus Boot ca. 1.500–2.000 MXN (75–100 EUR) pro Boot; Bonampak: Ticket, Gemeindegebühr und Lacandonen-Transport ca. 400–500 MXN (20–25 EUR)
  • Öffnungszeiten — Beide Stätten täglich ab 08:00 Uhr; letzte Boote am frühen Nachmittag
  • Lage — Frontera Corozal 160 km / ca. 3 h ab Palenque über die Bundesstraße 307; Abzweig Bonampak bei San Javier
  • Tipp — Schöner mit einer Nacht im Lacandonen-Camp in Lacanjá: Yaxchilán am Nachmittag, Bonampak am nächsten Morgen

Cascadas de Agua Azul und Misol-Ha — Wasser über Kalkstein

64 Kilometer südlich von Palenque stürzt der Río Agua Azul über Hunderte Kalksteinstufen — gelöste Karbonate färben das Wasser so türkis, dass Fotos wie bearbeitet wirken. Misol-Ha, 20 Kilometer vor Palenque, ist ein einziger Fall von rund 35 Metern in ein dunkles Becken; ein Pfad führt hinter den Vorhang in eine Höhle.

Ehrlich gesagt — Agua Azul in der Regenzeit

Das Türkis gibt es von November bis April. Von Mai bis Oktober führt der Fluss so viel Wasser, dass die Kaskaden braun statt türkis sind und Baden meist untersagt ist — gewaltiger, aber nicht das Bild aus dem Prospekt. Wer in der Regenzeit reist, plant Misol-Ha ein und lässt Agua Azul ohne schlechtes Gewissen weg. Eintritt jeweils ca. 30–50 MXN (2–3 EUR) als Gemeindebeitrag, nur bar.

Lagos de Montebello — 59 Seen an der Grenze zu Guatemala

Auf 1.500 Metern, wo das Hochland zur Grenze abfällt, liegen die Lagos de Montebello: rund 59 Seen zählt die Parkverwaltung CONANP im Nationalpark (seit 1959, Ramsar-Feuchtgebiet seit 2003). Jeder See hat eine eigene Farbe — Smaragd, Türkis, Kobalt, fast Violett — je nach Tiefe, Mineralien und Licht. Auf dem Pojoj staken Fischer dich auf Balsaflößen zur Insel, in Tziscao stehen Gemeinde-Cabañas am Ufer.

Lagos de Montebello

  • Eintritt — ca. 36 MXN (2 EUR) Nationalpark; Floßfahrt Cinco Lagos ca. 250 MXN (13 EUR); Rundweg Pojoj ca. 30 MXN
  • Öffnungszeiten — Tagsüber; die Farben sind zwischen 10 und 14 Uhr am intensivsten
  • Lage — ca. 55 km südöstlich von Comitán (1 h), ca. 2,5–3 h ab San Cristóbal; am Weg die Wasserfälle El Chiflón (ca. 80 MXN)
  • Tipp — Mit einer Nacht in Comitán oder Tziscao — dann siehst du die Seen im Morgenlicht

Laguna Miramar und Las Nubes — Gemeinde-Ökotourismus im Lacandonen-Wald

Die Laguna Miramar liegt mitten in der Biosphärenreserve Montes Azules: rund 1.000 Hektar glasklares Wasser, Kalksteininseln, Wald bis zum Horizont, kein Motorboot, kein Hotel. Die Reserve (331.200 Hektar, seit 1978) beherbergt nach Angaben der CONANP rund ein Fünftel der Artenvielfalt Mexikos auf 0,16 Prozent der Landesfläche. Das Ejido Emiliano Zapata betreibt den Zugang als Gemeindeprojekt: Guide, Zelt oder Hängematte unter einer Palapa am See, das Geld bleibt im Dorf. Las Nubes im Südosten, nahe Maravilla Tenejapa, ist der zugänglichere Bruder: Der Río Santo Domingo schäumt türkis durch eine Schlucht, Hängebrücken führen über die Kaskaden, die Gemeinde vermietet einfache Cabañas — rund drei Fahrstunden von Comitán.

Anfahrt realistisch — Miramar und Las Nubes

Die Laguna Miramar ist eine Expedition, kein Ausflug: ab Ocosingo vier bis fünf Stunden Piste bis ins Ejido Emiliano Zapata, dann rund sieben Kilometer zu Fuß oder per Kanu, Übernachtung ohne Strom und Netz — drei Tage ab San Cristóbal, mit einem Fahrer, der die Strecke kennt. Las Nubes ist per Auto erreichbar, aber ebenfalls nur mit Übernachtung sinnvoll. Beide liegen im Grenzraum zu Guatemala — wir planen sie ausschließlich mit tagesaktueller Einschätzung unserer Partner vor Ort.

Cañón del Sumidero — Ergänzung am Weg vom Flughafen

Der Cañón del Sumidero liegt am Weg vom Flughafen nach San Cristóbal: Ab Chiapa de Corzo fahren Boote zwei Stunden durch die Schlucht des Río Grijalva, deren Wände bis zu 1.000 Meter aufragen — Nationalpark seit 1980, mit Krokodilen, Klammeraffen und dem „Weihnachtsbaum“, einem moosbewachsenen Kalkvorhang.

Cañón del Sumidero

  • Eintritt — Bootstour ca. 320–400 MXN (16–20 EUR) pro Person im Sammelboot, zuzüglich Nationalpark-Gebühr
  • Öffnungszeiten — Anleger Chiapa de Corzo und Cahuaré ca. 09:00–16:30 Uhr; Boote fahren, wenn sie voll sind
  • Lage — Chiapa de Corzo, 15 Min. vom Flughafen TGZ, 1 h von San Cristóbal
  • Tipp — Am Ankunftstag direkt vom Flughafen einplanen — morgens ist das Licht am besten

Kulinarik in Chiapas — Kaffee, Pox und Tamales aus dem Hochland

Chiapas ist laut Landwirtschaftsministerium SADER (Erntejahr 2024) der größte Kaffeeproduzent Mexikos — die Kooperativen der Sierra liefern Arabica, den du in den Cafés von San Cristóbal frisch geröstet trinkst; kleine Fincas bieten Führungen mit Verkostung (ca. 300–600 MXN). Dazu Pox, der Maisschnaps der Tzotzil — früher rituell, heute in den Bars der Real de Guadalupe mit Kaffee oder Hibiskus aufgesetzt. Iss Tamales de chipilín, Sopa de pan (Brotsuppe mit Safran, ein Erbe der Klöster), Cochito horneado und Käse aus Ocosingo; in Chiapa de Corzo gehört ein Pozol dazu, kalter Kakao-Mais-Trunk.


Dein Chiapas-Programm — fünf Tage

Fünf Tage ergeben eine Route ohne Rückwege: zwei Nächte im Hochland, über die Bergstraße in den Dschungel, zwei Nächte in Palenque, weiter per Tren Maya oder Flug.

Tag 1 — Ankunft in TGZ, Cañón del Sumidero, San Cristóbal

Morgenflug aus Mexiko-Stadt, dein Fahrer wartet in TGZ. Bootstour durch den Sumidero, Mittagessen in Chiapa de Corzo, nachmittags hinauf nach San Cristóbal. Früh ins Bett — die Höhe spürt man.

Fluss fließt durch eine tiefe Schlucht mit steilen felsigen Klippen, die mit Grün bedeckt sind, unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel.Üppiger grüner Sumidero-Canyon mit einem mäandrierenden Fluss, der zwischen steilen, bewaldeten Klippen in Chiapas, Mexiko, fließt.Achteckiger Backsteinpavillon mit Bögen und Zinnen auf einem offenen Platz, umgeben von Bäumen und gepflastertem Boden unter klarem blauem Himmel.

Tag 2 — San Juan Chamula, Zinacantán und die Stadt

Vormittags mit einem Guide aus der Gemeinde nach Chamula und Zinacantán, mittags Tortillas vom Comal in einem Familienhaus, nachmittags Centro de Textiles und Markt.

Tag 3 — Bergstraße nach Palenque mit Toniná, Agua Azul und Misol-Ha

Abfahrt 07:00 Uhr mit Fahrer. Erster Halt Toniná bei Ocosingo (155 MXN), dessen Akropolis nach INAH-Angaben (2015) mit rund 75 Metern höher ist als die Sonnenpyramide von Teotihuacán — und fast leer. Mittags Agua Azul, nachmittags Misol-Ha, Ankunft in Palenque vor der Dunkelheit.

Tag 4 — Yaxchilán und Bonampak am Usumacinta

Abfahrt 06:00 Uhr über die Bundesstraße 307, Boot ab Frontera Corozal, Yaxchilán am späten Vormittag, Bonampak am Nachmittag, zurück gegen 19 Uhr — oder du bleibst in Lacanjá und teilst den Tag.

Tag 5 — Palenque um acht, dann weiter

Um 08:00 Uhr an der Kasse, drei Stunden Ruinen mit Guide. Mittags Tren Maya Richtung Campeche und Mérida oder Transfer nach Villahermosa zum Flug. Wer sieben Tage hat, hängt Comitán und Montebello zwischen Tag 2 und 3 ein.

Antike Steinhruinen von Palenque, umgeben von dichtem grünem Wald unter klarem Himmel in Chiapas, Mexiko.

Wo übernachten in Chiapas — Kolonialhäuser, Dschungel-Lodges, Gemeinde-Camps

Für Chiapas führen wir derzeit kein Haus in unserem Hotelportfolio — die passende Unterkunft hängt hier von deiner Route ab. Drei Kategorien, die wir kennen und empfehlen:

Ansicht eines traditionellen mexikanischen Innenhofs mit einem zentralen Brunnen, umgeben von gelben Gebäuden mit roten Ziegeldächern, vor einer Kulisse aus grünen Hügeln und bewölktem Himmel in San Cristobal, Chiapas.

Boutique-Hotels in San Cristóbal — Kolonialhäuser mit Innenhof, Kamin im Zimmer (nachts wird es kalt) und Kaffee aus der Region zum Frühstück. Ca. 120–280 EUR pro Nacht.

Dschungel-Lodges bei Palenque — Bungalows im Wald an der Straße zu den Ruinen, Pool, Brüllaffen im Morgengrauen; ideal für den Einlass um acht. Ca. 100–250 EUR pro Nacht.

Gemeinde-Cabañas und Camps — Lacandonen-Camps in Lacanjá, Cabañas in Tziscao und Las Nubes, Hängematte an der Laguna Miramar: einfach, sauber, unvergesslich. Ca. 20–60 EUR pro Nacht, bar bezahlt.

Lass uns die Unterkünfte für deine Route zusammenstellen — wir wissen, welches Kolonialhaus den ruhigen Innenhof hat. Beratung vereinbaren .


Gut zu wissen

Beste Reisezeit für Chiapas

November bis April ist die Trockenzeit — türkisfarbenes Wasser in Agua Azul und Montebello, 20 bis 25 Grad im Hochland, 28 bis 33 Grad in Palenque; Dezember und Januar bringen in San Cristóbal Nächte um 4 Grad. Von Mai bis Oktober fallen über 1.100 Millimeter Regen, meist nachmittags: Dschungel am grünsten, Kaskaden braun, Piste zur Laguna Miramar oft unpassierbar. Mehr im Ratgeber zur besten Reisezeit für Mexiko .

Anreise — Flughafen Tuxtla Gutiérrez (TGZ)

Der Flughafen Ángel Albino Corzo (TGZ) bei Chiapa de Corzo ist das Tor zum Hochland: Aeroméxico, Volaris und Viva fliegen mehrmals täglich ab Mexiko-Stadt (rund 1 Stunde 45), dazu Verbindungen aus Monterrey und GDL. Nach San Cristóbal sind es 75 Minuten (Taxi ca. 600 MXN). Für den Dschungel ist Villahermosa (VSA, 2 h nach Palenque) die Alternative; der Tren Maya verbindet Palenque mit Campeche, Mérida und Cancún. Details in unseren Ratgebern Flug nach Mexiko und Einreise und Visum .

Sicherheit in Chiapas

Chiapas ist ein ruhiger, ländlicher Bundesstaat, in dem Reisende seit Jahrzehnten willkommen sind — San Cristóbal, die Hochlanddörfer, Palenque und der Korridor zum Usumacinta werden täglich besucht; das Zentrum von San Cristóbal ist auch abends belebt. Das Auswärtige Amt nennt die Bundesstraße 307 von Palenque nach Bonampak, Lacanjá und Frontera Corozal/Yaxchilán ausdrücklich als bereisbar, rät aber vom übrigen Grenzgebiet zu Guatemala ab (Stand September 2026) — Montebello, Las Nubes und die Laguna Miramar planen wir deshalb nur mit tagesaktueller Einschätzung unserer Partner und mit Fahrer.

Vier Regeln: Überlandfahrten nur tagsüber und mit Fahrer; in den Städten registrierte Taxis oder vom Hotel bestellte Wagen; in indigenen Gemeinden die lokalen Regeln respektieren und Straßensperren von Dorfgemeinschaften mit Zeitpuffer einplanen; Wertsachen im Hotelsafe. Die Einschätzung des Auswärtigen Amts und unsere Regeln für das ganze Land im Ratgeber Sicherheit in Mexiko .

Bergstraße Palenque–San Cristóbal

Die 213 Kilometer der Bundesstraße 199 über Ocosingo sind die schönste Strecke der Region — Kiefernwald, Nebel, Milpa-Felder, dann tropischer Wald — und mit Stopps ein voller Tag. Wir fahren sie ausschließlich bei Tageslicht mit einem Fahrer, der Strecke und Dörfer kennt: Abfahrt 07:00 Uhr, Ankunft vor 18:00 Uhr. ADO-Busse nehmen den Umweg über Villahermosa (8–9 Stunden); ein Mietwagen ist hier keine Empfehlung von uns.

Fortbewegung — Fahrer statt Mietwagen

Chiapas ist die Region, in der wir einen privaten Fahrer am klarsten empfehlen: große Entfernungen, kurvige Straßen, unbeleuchtete Tempohügel, die schönsten Orte abseits jeder Buslinie. Ein Fahrer mit Wagen kostet ab ca. 3.500–4.500 MXN (180–230 EUR) pro Tag; Yaxchilán und Bonampak organisieren wir mit Boot und Gemeindetransport aus einer Hand.

Höhe und Klimawechsel

Innerhalb eines Tages wechselst du von 2.200 Metern und 8 Grad zu 60 Metern und 32 Grad in Palenque: warme Schicht für San Cristóbal, leichte lange Kleidung und Mückenschutz für den Dschungel, Stirnlampe für die Camps. Pflichtimpfungen gibt es nicht; Dengue-Schutz gehört in der Regenzeit in jede Tasche. Mehr in unseren Ratgebern Impfungen und Gesundheit und Packliste Mexiko .


Mexiko weiter entdecken

Chiapas liegt am südlichen Ende der klassischen Mexiko-Route — per Tren Maya oder kurzem Flug verbunden mit der Halbinsel und mit Oaxaca:

Alle Regionen findest du auf der Seite zur Mexiko-Rundreise . Lass uns dein Chiapas-Programm zusammenstellen — mit Fahrer, Guides aus den Gemeinden und Unterkünften, die zur Route passen. Beratung vereinbaren .

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Häufige Fragen

Ist Chiapas sicher für Touristen?

Ja, auf den gängigen Routen: San Cristóbal, die Hochlanddörfer, Palenque und der Korridor über die Bundesstraße 307 nach Bonampak und Yaxchilán werden täglich besucht, und das Auswärtige Amt nennt diese Strecke ausdrücklich als bereisbar (Stand September 2026). Vom übrigen Grenzgebiet zu Guatemala rät es ab — Montebello, Las Nubes und die Laguna Miramar planen wir deshalb nur mit tagesaktueller Einschätzung unserer Partner. Die wichtigste Regel: Überlandfahrten nur tagsüber und mit Fahrer, in den Städten registrierte Taxis, in den Gemeinden die lokalen Regeln respektieren.

Wie viele Tage sollte man für Chiapas einplanen?

Fünf Tage sind das sinnvolle Minimum: zwei Nächte in San Cristóbal für Stadt, Chamula, Zinacantán und den Cañón del Sumidero, ein Tag für die Bergstraße mit Toniná, Agua Azul und Misol-Ha, zwei Nächte in Palenque für Yaxchilán, Bonampak und die Ruinen um acht Uhr morgens. Mit sieben Tagen kommen Comitán und die Lagos de Montebello dazu, mit neun bis zehn Tagen eine Expedition zur Laguna Miramar oder nach Las Nubes. Weniger als vier Tage lohnen die weite Anreise nicht.

Was kostet der Eintritt nach Palenque 2026?

Das INAH-Ticket kostet 210 MXN (ca. 11 EUR) für ausländische Gäste — Palenque ist Kategorie I der 2026 gültigen Tarife; Mexikaner und Residenten zahlen 105 MXN, sonntags frei. Dazu kommt die Nationalpark-Gebühr, die separat an der Kasse am Museum, 1,3 km vor dem Eingang, kassiert wird (zuletzt ca. 215 MXN); der Shuttle vom Museum zum Eingang kostet ca. 60 MXN hin und zurück. Ein lizenzierter Guide für drei Stunden liegt bei ca. 1.200–1.800 MXN pro Gruppe. Geöffnet täglich ab 08:00 Uhr — komm zur Öffnung.

Wann ist die beste Reisezeit für Chiapas?

November bis April: Trockenzeit, türkisfarbenes Wasser in Agua Azul und Montebello, 20 bis 25 Grad in San Cristóbal und 28 bis 33 Grad in Palenque. Dezember und Januar sind im Hochland mit Nächten um 4 Grad die kältesten Monate — ein Zimmer mit Kamin lohnt. Von Mai bis Oktober fallen mehr als 1.100 Millimeter Regen, Agua Azul ist dann braun und Baden meist untersagt, die Piste zur Laguna Miramar oft unpassierbar; dafür ist der Dschungel um Palenque am grünsten und die Stätten sind leerer.

Wie kommt man von San Cristóbal nach Palenque?

Mit Fahrer über die Bundesstraße 199 via Ocosingo: 213 Kilometer, mit Stopps in Toniná, Agua Azul und Misol-Ha ein voller Tag — Abfahrt um 07:00 Uhr, Ankunft vor Einbruch der Dunkelheit. Wir fahren diese Strecke ausschließlich tagsüber und mit einem Fahrer, der sie kennt. Die ADO-Busse nehmen den Umweg über Villahermosa und brauchen 8 bis 9 Stunden. Umgekehrt, von Palenque aus, endet die Reise per Tren Maya in Campeche oder Mérida, oder du fliegst ab Villahermosa (2 Stunden Transfer).

Darf man in San Juan Chamula fotografieren?

In der Kirche nicht — das Verbot ist absolut, gilt auch für Handys und wird von der Gemeindepolizei durchgesetzt, bis zur Beschlagnahme der Kamera. Im Dorf und auf dem Markt fotografierst du Menschen nur nach ausdrücklicher Zustimmung, Zeremonien und Amtsträger gar nicht. Der Eintritt zur Kirche kostet ca. 30 MXN am Tourismusbüro an der Plaza, Colectivos ab San Cristóbal ca. 22 MXN. Am respektvollsten und ergiebigsten ist der Besuch mit einem Guide aus der Gemeinde, der die Rituale mit Kerzen, Kiefernnadeln und Pox erklärt.

Lohnen sich Yaxchilán und Bonampak als Tagestour ab Palenque?

Ja — wenn du den langen Tag akzeptierst: Abfahrt um 06:00 Uhr, 160 Kilometer über die Bundesstraße 307 nach Frontera Corozal, 40 Minuten Boot auf dem Usumacinta nach Yaxchilán, nachmittags Bonampak mit dem Transport der Lacandonen, Rückkehr gegen 19 Uhr. Rechne mit ca. 2.500–3.500 MXN pro Person inklusive Boot, Eintritten und Gemeindegebühren. Schöner ist die Variante mit einer Nacht in einem Lacandonen-Camp in Lacanjá Chansayab: Yaxchilán am Nachmittag ohne Gruppen, Bonampak am nächsten Morgen, dazwischen der Dschungel bei Nacht.

Ist Agua Azul das ganze Jahr türkis?

Nein. Das Türkis entsteht durch gelöste Karbonate im Wasser und zeigt sich nur bei niedrigem Wasserstand, also von November bis April. In der Regenzeit von Mai bis Oktober führt der Río Agua Azul so viel Wasser, dass die Kaskaden braun sind und Baden meist untersagt ist — die Fälle sind dann mächtiger, aber nicht das bekannte Bild. Misol-Ha mit seinem 35-Meter-Fall ist dagegen ganzjährig sehenswert. Eintritt an beiden Orten ca. 30–50 MXN als Gemeindebeitrag, nur in bar.

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