Espanola
Die einzige Albatros-Brutstätte der Welt
Die einzige Albatros-Brutstätte der Welt
Española Galápagos: einzige Albatros-Brutkolonie weltweit, Tausende Blaufuß-Tölpel, Klippen mit Sprühfontänen. Nur per Kreuzfahrt — jetzt planen.
Beste Reisezeit
April bis Dezember
Warum Española anders ist als alle anderen Galápagos-Inseln
Der Zodiac gleitet auf die Felsküste zu. Noch bevor der Motor verstummt, hören Sie es — ein tiefes, nasales Rufen, das über die Klippen hallt. Am Landungssteg räkeln sich Seelöwen in der Morgensonne, daneben spreizt ein Blaufuß-Tölpel seine leuchtend blauen Füße zum Tanz. Und wenige Meter weiter, direkt am Wanderpfad, sitzt ein Waved Albatross auf seinem Nest — ein Vogel mit 2,5 Metern Flügelspannweite, der nur an diesem einen Ort der Erde brütet.
Española Galápagos ist die älteste und südlichste Insel des Galápagos-Archipels — rund 4 Millionen Jahre alt, 60 Quadratkilometer groß, unbewohnt und ohne Süßwasserquellen. Was die Insel für Menschen unbewohnbar macht, macht sie zum Zufluchtsort einer einzigartigen Tierwelt: Keine Fressfeinde an Land, nährstoffreiche Gewässer ringsum und Klippen, die den perfekten Start- und Landeplatz für den größten Seevogel der Galápagos-Inseln bieten.
Seit 1978 ist Española Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Der englische Name „Hood Island" erinnert an den britischen Marineoffizier Viscount Samuel Hood — doch für Naturreisende hat die Insel längst einen anderen Ruf: Sie ist der Ort, an dem sich die größte Vielfalt endemischer Seevögel auf engstem Raum beobachten lässt. Wer eine Galápagos-Kreuzfahrt plant und den Süden des Archipels erkunden möchte, kommt an Española nicht vorbei.
Wildlife auf Española — wer hier lebt und wann man ihn sieht
Waved Albatross — die einzige Brutkolonie der Welt
Der Waved Albatross (Phoebastria irrorata), auch Galápagosalbatros genannt, ist der einzige tropische Albatros der Welt — und er brütet praktisch ausschließlich auf Española Galápagos. Rund 12.000 Brutpaare kehren jedes Jahr zwischen März und April aus ihren Überwinterungsgebieten vor der Küste Perus hierher zurück. Eine verschwindend kleine Kolonie von weniger als 20 Paaren existiert auf der Isla de la Plata vor Ecuadors Festland — doch die eigentliche Heimat des Española Waved Albatross ist und bleibt diese Insel.
Was diesen Vogel so besonders macht, zeigt sich in seinem Balztanz — einem der aufwendigsten Rituale im gesamten Tierreich. Bill-Circling (synchrones Schnabelkreisen), Bill-Clacking (lautes Schnabelklappern), übertriebenes Kopfnicken und ein watschelnder Parade-Gang folgen aufeinander, begleitet von einem charakteristischen nasalen Ruf. Jedes Paar entwickelt über Jahre seinen eigenen, einzigartigen Tanz — eine Art „Sprache", die nur zwischen diesen beiden Vögeln existiert. Waved Albatrosse sind monogam und paaren sich fürs Leben. Junge Vögel verbringen nach dem ersten Ausfliegen fünf bis sechs Jahre auf dem offenen Ozean, bevor sie zur Brutkolonie auf Española zurückkehren und einen Partner suchen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei rund 30 Jahren.
Jedes Paar legt pro Saison nur ein einziges Ei. Beide Elternteile brüten abwechselnd über rund zwei Monate. Die Küken schlüpfen zwischen Juni und August und werden bis Ende Dezember flügge.
Waved Albatross auf Española
- Saison — April bis Januar (März–Feb: abwesend)
- Beobachtungsort — Punta Suarez — Nester direkt am Wanderpfad
- Bester Monat für Balztanz — April bis Juni
- IUCN-Status — Critically Endangered (vom Aussterben bedroht)
Vom Aussterben bedroht
Seit 2018 stuft die IUCN den Waved Albatross als „Critically Endangered" ein — die höchste Gefährdungskategorie vor dem Aussterben. Hauptbedrohungen sind Langleinenfischerei (Vögel verfangen sich in Haken), Meeresplastik und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsverfügbarkeit. Ein Besuch auf Española ist damit mehr als eine Naturerfahrung — er unterstützt den Schutz eines einzigartigen Lebensraums.
Blaufuß-Tölpel — Balztanz in Tausenderzahl
Der Blaufuß-Tölpel Galápagos (Sula nebouxii) ist auf Española ganzjährig präsent — und sein Balztanz gehört zu den Momenten, die sich einbrennen. Das Männchen präsentiert dem Weibchen einen Ast oder Stein als Geschenk, streckt Flügel, Schwanz und Schnabel gen Himmel (Sky-Pointing) und beginnt dann einen hochsteppenden Tanz, bei dem die leuchtend blauen Füße theatralisch zur Schau gestellt werden.
Die blaue Färbung ist kein Zufall — sie stammt aus Carotinoid-Pigmenten im Fisch und signalisiert dem Weibchen: Dieses Männchen findet genug Nahrung. Intensiveres Blau bedeutet einen fitteren Partner. Auf der Jagd stürzen sich Blaufuß-Tölpel aus bis zu 24 Metern Höhe kopfüber ins Wasser — oft in synchronisierten Gruppen. Die Nester liegen direkt auf dem Boden, markiert von einem kreisförmigen Ring aus weißem Guano — dem Revier-Marker des Paares.
Auf dem Wanderpfad von Punta Suarez führt der Weg direkt durch aktive Brutkolonien. Tölpel-Nester liegen teils nur eine Armlänge vom Pfad entfernt — die Tiere zeigen keinerlei Scheu. Manchmal muss man einem brütenden Vogel regelrecht ausweichen.
Insider-Tipp
Die blauen Füße leuchten am intensivsten in der kühlen Saison (Juni–August), wenn die Sardinen-Hochsaison für optimale Ernährung sorgt. Beste Fotos bei Vormittagslicht — und ein Teleobjektiv (200–400 mm) lohnt sich, auch wenn die Tiere oft nur Armlänge entfernt sitzen.
Nazca-Tölpel und weitere Seevögel
Der Nazca-Tölpel (Sula granti) wurde erst 2002 als eigenständige Art anerkannt — zuvor galt er als Unterart des Masken-Tölpels. Mit weißem Gefieder, schwarzen Flügelspitzen und orangefarbenem Schnabel unterscheidet er sich deutlich vom Blaufuß-Tölpel. Ein faszinierendes Detail: Nazca-Tölpel legen stets zwei Eier, ziehen aber niemals zwei Küken auf — das zuerst geschlüpfte Küken wirft das Geschwister aus dem Nest, ein festes Verhaltensschema namens Siblizid. Auf Española liegt die Brutzeit zwischen November und Februar.
Weitere Seevögel auf Española Galápagos: die elegante Schwalbenschwanzmöwe — die einzige nachtjägende Möwe der Welt —, der seltene Rotschnabel-Tropikvogel, die endemische Galápagos-Taube und der Galápagos-Bussard, dessen Vertreter auf Española die größte Flügelspannweite aller Galápagos-Bussard-Populationen aufweisen (bis 140 cm).
Meerechsen, Seelöwen und Riesenschildkröten
Die Meerechsen auf Española sind ein Kapitel für sich: Ihre auffällige rote und grüne Färbung hat ihnen den Spitznamen „Weihnachtsechsen" (Christmas Iguanas) eingebracht. Auf allen anderen Galápagos-Inseln sind Meerechsen dunkelgrau bis schwarz — nur hier erstrahlen sie das ganze Jahr über in diesen leuchtenden Farben. Früh morgens, kurz nach dem Landgang, liegen sie noch träge auf den aufgewärmten Lavafelsen — der perfekte Moment für Fotos.
Die Galápagos-Seelöwen haben drei Brutkolonien auf Española, darunter eine am Strand von Gardner Bay. Sie liegen am Strand, spielen in der Brandung und zeigen keinerlei Scheu vor Besuchern — beim Schnorcheln kommen sie oft neugierig bis auf Armlänge heran.
Die Española-Riesenschildkröte (Chelonoidis hoodensis) hat eine der bemerkenswertesten Naturschutzgeschichten der Welt geschrieben: In den 1960er Jahren existierten nur noch 15 Individuen. Durch ein über 40-jähriges Zuchtprogramm — mit dem legendären Zuchtmännchen „Diego", das rund 100 Jahre alt wurde und in Gefangenschaft Hunderte Nachkommen zeugte — leben heute wieder über 3.000 Schildkröten auf der Insel. Diego wurde 2020 nach 87 Jahren in Menschenhand auf Española ausgewildert — eine Nachricht, die weltweit Aufmerksamkeit erregte. Die Schildkröten spielen dabei eine unerwartete Rolle für die Albatrosse: Als sogenannte Ecosystem Engineers halten sie die Vegetation niedrig und schaffen so die offenen „Start- und Landebahnen", die die großen Vögel für ihren Abflug von den Klippen benötigen.
Diego — der Retter einer Art
Das 100-jährige Zuchtmännchen Diego zeugte in Gefangenschaft Hunderte Nachkommen und rettete seine Art fast im Alleingang vor dem Aussterben. Nach 87 Jahren in Menschenhand kehrte er 2020 auf seine Heimatinsel Española zurück — eine weltweite Nachricht und ein Symbol für erfolgreichen Naturschutz auf den Galápagos-Inseln.
Punta Suarez — der legendäre Wanderpfad mit Sprühfontäne
Punta Suarez an der Westspitze von Española gilt als einer der besten Vogelbeobachtungsstandorte der gesamten Galápagos-Inseln. Nirgendwo sonst lassen sich in einem einzigen Halbtagesbesuch so viele endemische Seevogelarten auf engstem Raum beobachten — ein Grund, warum erfahrene Naturreisende Española oft als den Höhepunkt ihrer Galápagos-Kreuzfahrt bezeichnen.
Was Sie auf dem Rundpfad erwarten
Der Rundweg ist ca. 3–4 Kilometer lang und dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden. Die Landung erfolgt als Dry Landing — direkt auf Felsen, ohne nasse Füße. Das Gelände ist felsig und uneben (rohes Lavagestein), festes geschlossenes Schuhwerk ist Pflicht.
Direkt nach dem Landgang stehen oft Seelöwen auf dem Felssteg — unbeeindruckt von den Besuchern. Die Route führt dann in dichter Folge an Meerechsen (die rot-grüne Española-Variante), Lavaeidechsen, Blaufuß-Tölpel-Nestern direkt am Weg, Nazca-Tölpeln auf Klippen und — ab April — der Brutkolonie des Waved Albatross vorbei. Dazwischen begegnen Sie mit etwas Glück der Española-Spottdrossel, der einzigen fleischfressenden Spottdrossel der Galápagos — sie ist bekannt dafür, neugierig auf Besucher zuzukommen. Am Ende des Pfades erwartet Sie der Blowhole.
Punta Suarez
- Dauer — 2–2,5 Stunden (ca. 3–4 km Rundweg)
- Landung — Dry Landing (trockener Landgang auf Felsen)
- Schwierigkeit — Mittel bis Schwer — rohes Lavagestein, uneben
- Highlights — Albatrosse (Apr–Jan), Blowhole, Tölpel-Kolonien
El Soplador — der Blowhole von Española
Am Ende des Wanderpfades erwartet Sie ein Naturschauspiel, das man so nur auf Española Galápagos erlebt: El Soplador, ein natürlicher Felsspalt in den Klippen, durch den das Meerwasser bei Flut bis zu 23 Meter hoch in die Luft geschleudert wird. Die Gischt steigt wie eine Fontäne gegen den blauen Himmel — am eindrucksvollsten bei Flut und starkem Wellengang in den Morgenstunden.
Von den Klippen aus lässt sich auch der Start und die Landung der Waved Albatrosse beobachten. Die großen Vögel können nicht aus dem Stand abheben — sie benötigen die Klippen als Startrampe, breiten ihre 2,5 Meter Flügelspannweite aus und gleiten über das offene Meer davon. Ein Anblick, der den Atem stocken lässt.
Insider-Tipp
Fragen Sie Ihren Guide, ob der Besuch bei Punta Suarez auf den Flutstand abgestimmt werden kann — der Blowhole bei Flut und Wellengang ist ein völlig anderes Erlebnis als bei Ebbe.
Gardner Bay — einer der schönsten Strände der Galápagos-Inseln
Gardner Bay (Bahía Gardner) liegt an der Nordostküste von Española und bietet einen rund 2 Kilometer langen weißen Korallensandstrand — einen der schönsten und längsten Strände der Galápagos-Inseln. Die Landung erfolgt als Wet Landing: Sie waten durch flaches, kristallklares Wasser an den Strand. Der Kontrast zu den rauen Lavaklippen von Punta Suarez könnte kaum größer sein.
Was Gardner Bay von Punta Suarez unterscheidet: Hier geht es weniger um Wandern und Vogelbeobachtung und mehr um Strand, Schnorcheln und die unmittelbare Nähe zu Galápagos-Seelöwen. Die Tiere liegen am Strand, spielen in der Brandung und kommen beim Schnorcheln oft neugierig bis auf Armlänge heran — ein Erlebnis, das man so an keinem anderen Strand der Welt macht.
Schnorcheln bei Gardner Bay
Die Hauptschnorchelstelle liegt um Gardner Rock (auch Turtle Rock genannt) — einen halb versunkenen Tuffstein-Kegel etwa 50 Meter vor dem Strand. Hier tummeln sich Weißspitzen-Riffhaie, Rochen, Meeresschildkröten und bunte Rifffische. Hinter dem Felsen, auf der vom Strand abgewandten Seite, sind Strömung und Fischreichtum am größten — Adlerrochen ziehen hier vorbei, und gelegentlich gleitet ein Mantarochen durch das tiefere Wasser.
Der erweiterte Schnorchelbereich bei Gardner Islet und Osborn Islet bietet Korallenriffe, Unterwassertunnel und — mit Glück — Begegnungen mit Hammerhaien. Die Schnorchelausrüstung wird in der Regel von der Kreuzfahrt gestellt.
Gardner Bay
- Dauer — 2–3 Stunden (Strand + Schnorcheln)
- Landung — Wet Landing (nasser Landgang, Wasserschuhe empfohlen)
- Schwierigkeit — Einfach — flacher Sandstrand
- Schnorcheln — Ganzjährig, beste Sicht Juni–November
Insider-Tipp
Manche Kreuzfahrten besuchen entweder Punta Suarez oder Gardner Bay — nicht beide. Die besten Touren ermöglichen beide Landungen an einem Tag: morgens Punta Suarez (Vogelbeobachtung), nachmittags Gardner Bay (Strand und Schnorcheln). Bei der Buchung explizit danach fragen.
Beste Reisezeit für Española
Die beste Reisezeit für die Galápagos-Inseln hängt auf Española maßgeblich vom Waved Albatross Galápagos ab: Die Vögel sind von April bis Januar auf der Insel — von Februar bis März sind sie abwesend und überwintern auf dem offenen Ozean vor Peru.
| Monat | Waved Albatross | Blaufuß-Tölpel | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Jan–Feb | Abwesend (vor Peru) | Ganzjährig | Ruhigere Saison, Nazca-Tölpel brüten |
| März–April | Rückkehr, Balztänze | Aktiv | Höchste Balztanz-Aktivität |
| Mai–Juni | Eiablage | Brutbeginn | Nester aktiv, 24–28°C Wasser |
| Juli–Aug | Küken schlüpfen | Hauptbalztanz | Ideale Doppel-Beobachtung |
| Sept–Okt | Küken fast flügge | Fütterung | Letzte Chance Küken zu sehen |
| Nov–Dez | Küken fliegen aus | Aktiv | Ende Albatros-Brutzeit |
Unser Tipp: April ist der beste Monat für den Albatros-Balztanz — die Männchen sind frisch zurückgekehrt und die Tanzaktivität ist am intensivsten. Juli und August bieten den Vorteil, Albatros-Küken und die intensive Brutzeit der Blaufuß-Tölpel gleichzeitig zu erleben. Wer im Januar oder Februar kommt, verpasst die Albatrosse, sieht aber alle anderen Tiere und hat deutlich weniger Mitreisende.
Zwei Hauptsaisonen bestimmen das Klima auf Española: Die warme, feuchte Saison (Dezember–Mai) bringt Lufttemperaturen von 25–31 °C und Wassertemperaturen von 24–28 °C. Die kühle, trockene Saison (Juni–November) ist mit 21–25 °C kühler, das Wasser sinkt auf 18–23 °C — ein Neoprenanzug zum Schnorcheln ist dann empfehlenswert. Mehr zum Galápagos Wildlife-Kalender in unserem Blog.
So erreicht man Española — nur per Kreuzfahrt erreichbar
Kein eigenständiger Zugang
Española kann ausschließlich mit einer lizenzierten Galápagos-Kreuzfahrt oder per Tagesausflug von San Cristóbal besucht werden. Die Insel liegt zu weit südlich für Tagestouren von der bevölkertsten Insel Santa Cruz (10–12 Stunden Bootsfahrt). Ein eigenständiger Besuch ohne autorisierten Nationalpark-Guide ist nicht erlaubt.
Española liegt auf der „Südroute" der Galápagos-Kreuzfahrten. Die gängigste Route kombiniert San Cristóbal, Española, Floreana und Santa Cruz in 4–5 Tagen. Erweiterte 8-Tages-Routen schließen zusätzlich Bartolomé, North Seymour oder Santa Fe ein.
Wichtig zu wissen: Nicht alle Kreuzfahrten laufen Española an. Wer gezielt den Waved Albatross Galápagos sehen möchte (April–Dezember), muss eine Kreuzfahrt mit Española in der Südroute wählen. Bei der Buchung immer explizit nach „Punta Suarez" und „Gardner Bay" fragen — wir beraten Sie gern, welche Routen Española einschließen.
Tagesausflüge von San Cristóbal (ca. 2 Stunden Bootsfahrt pro Strecke) sind möglich, bieten aber deutlich weniger Zeit auf der Insel — bei Kreuzfahrten werden typischerweise beide Besuchsstandorte an einem Tag angesteuert, bei Tagestouren oft nur einer. Mehr zum Thema in unserem Vergleich Kreuzfahrt oder Inselhopping?
Anreise nach Española Galápagos → Española
Kosten und Gebühren — Galápagos-Nationalpark
Stand März 2026. Park-Eintritt und TCT werden nicht vom Kreuzfahrtveranstalter übernommen — immer Bargeld (USD) bereithalten. Viele ältere Reiseführer nennen noch den alten Parkpreis von USD 100.
Detaillierte Budgetinformationen in unserem Galápagos Kosten- und Budgetguide.
Regeln auf Española — Nationalpark-Vorschriften
Die Galápagos-Inseln stehen unter strengem Naturschutz. Folgende Regeln gelten auf Española — wie auf allen Inseln des Nationalparks:
- Mindestabstand 2 Meter zu allen Wildtieren (auch wenn sie auf Sie zukommen)
- Auf markierten Pfaden bleiben — das Verlassen ist streng verboten
- Blitzlicht-Fotografie verboten — die Tiere reagieren sensibel
- Kein Füttern von Wildtieren — auch die zutrauliche Española-Spottdrossel nicht
- Keine Lebensmittel auf die Insel bringen
- Nichts mitnehmen — keine Lava, keine Muscheln, keine Korallen
- Maximal 16 Personen pro Guide-Gruppe
Española auf einer Galápagos-Kreuzfahrt
Ein typischer Kreuzfahrttag auf Española beginnt früh — und endet für die meisten Reisenden als einer der eindrucksvollsten Tage ihrer gesamten Galápagos-Kreuzfahrt:
Tag 1 — Española — Punta Suarez & Gardner Bay
Hinweis: Für Vogelbeobachter und Naturfotografen ist die ideale Kreuzfahrt eine, die Española (Süden) mit Genovesa/Tower Island (Norden) kombiniert — die beiden wichtigsten Seevogelinseln des Archipels.
Lassen Sie uns Ihre Galápagos-Kreuzfahrt planen — wir kennen die Routen aus eigener Erfahrung und beraten Sie persönlich, welche Schiffe Española ansteuern. Jetzt unverbindlich Beratung anfragen.
Weitere Galápagos-Inseln entdecken
Floreana — Piratengeschichte und Flamingo-Lagune
Santa Cruz — Das Herz des Galápagos-Archipels
Isabela — Größte Insel — Vulkane und Pinguine
Lesen Sie auch: Kreuzfahrt oder Inselhopping? — unser Vergleich hilft bei der Entscheidung. Und in unserem Galápagos Wildlife-Kalender erfahren Sie, welche Tiere Sie wann auf welcher Insel sehen.
Um eine Reise zu buchen oder weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen bei der Planung und begleiten Sie durch Ihr bevorstehendes Abenteuer!
Häufige Fragen
Ja, praktisch. Rund 12.000 Brutpaare nisten ausschließlich auf Española. Eine verschwindend kleine Kolonie von weniger als 20 Paaren existiert auf der Isla de la Plata vor Ecuadors Küste — die Gesamtpopulation brütet aber zu über 99% auf Española. Es ist die einzige nennenswerte Brutkolonie des Waved Albatross weltweit.
April bis Dezember. Die Albatrosse kehren im März/April zurück und verlassen die Insel im Januar. Der intensivste Balztanz findet im April bis Juni statt. Juli bis Oktober bieten garantierte Küken-Sichtungen. Im Januar bis März sind die Vögel abwesend — sie überwintern auf dem offenen Ozean vor Peru.
Nur eingeschränkt. Española ist als unbewohnte Nationalpark-Insel ausschließlich mit lizenziertem Guide zugänglich. Die gängigste Option ist eine Galápagos-Kreuzfahrt mit Südroute. Alternativ werden Tagesausflüge von San Cristóbal angeboten (ca. 2 Stunden Bootsfahrt), die allerdings meist nur einen der beiden Besuchspunkte (Punta Suarez oder Gardner Bay) ansteuern. Von Santa Cruz aus ist Española mit 10–12 Stunden Fahrt zu weit für Tagestouren.
Punta Suarez (Westspitze) ist der Ort für Vogelbeobachtung: Albatrosse, Tölpel, Meerechsen, der spektakuläre Blowhole. Der Rundweg ist 3–4 km lang und felsig (Dry Landing). Gardner Bay (Nordostküste) bietet einen 2 km langen weißen Sandstrand mit Seelöwen, ideale Schnorchelbedingungen und eine entspannte Atmosphäre (Wet Landing). Die besten Kreuzfahrten besuchen beide an einem Tag.
Ein typischer Kreuzfahrttag auf Española umfasst einen Halbtagesbesuch bei Punta Suarez (ca. 2–3 Stunden Wanderung) und einen Halbtagesbesuch bei Gardner Bay (ca. 2–3 Stunden Strand und Schnorcheln). Insgesamt verbringen Kreuzfahrt-Gäste etwa 5–6 Stunden auf der Insel. Tagesausflüge von San Cristóbal bieten weniger Zeit vor Ort.
Neben Waved Albatross und Blaufuß-Tölpeln: Nazca-Tölpel, rot-grüne Meerechsen (die 'Weihnachtsechsen', nur auf Española), Galápagos-Seelöwen, Española-Riesenschildkröten (von 15 auf über 3.000 Tiere erholt), Galápagos-Bussard, Española-Spottdrossel (einzige fleischfressende Spottdrossel), Schwalbenschwanzmöwe, Rotschnabel-Tropikvogel und beim Schnorcheln: Meeresschildkröten, Weißspitzen-Riffhaie, Rochen und bunte Rifffische.
Española liegt auf der 'Südroute' der Galápagos-Kreuzfahrten. Nicht alle Kreuzfahrten besuchen die Insel — sie müssen gezielt eine Route mit Española wählen. Typische Kombinationen: San Cristóbal → Española → Floreana → Santa Cruz (4–5 Tage). Unsere 8-tägige Yacht-Expedition und die Peru & Galápagos Grand Tour schließen Española ein. Kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung.
Seit August 2024 beträgt die Eintrittsgebühr USD 200 pro Erwachsenem (vorher USD 100) — eine Verdopplung, die viele ältere Reiseführer noch nicht abbilden. Kinder unter 12 Jahren zahlen USD 100. Hinzu kommt die INGALA Transit Control Card (USD 20 pro Person). Insgesamt fallen USD 220 pro Person an Pflichtgebühren an — zusätzlich zum Kreuzfahrtpreis und in bar (USD) zu bezahlen.