Seitenansicht von beigen Segeltuchzelten auf Holzplattformen in einer rauen Wüstenlandschaft mit Felsenhügeln bei Sonnenuntergang.

Tinajani

Tinajani ist das abgelegenste und mit 3.895 Metern das höchstgelegene Haus der peruanischen Familienmarke Andean – mitten im Tinajani-Canyon, den die Menschen hier Cañón de los Guardianes nennen, weil seine Sandsteinsäulen der Legende nach versteinerte Riesen sind. Aus einer ehemaligen Schaffarm ist ein privates Naturreservat von rund 150 Hektar geworden, in dessen Mitte die Casona steht: ein Lehmbau mit Strohdach aus den 1890er-Jahren, den die Geschwister Ignacio und Sandra Masías restauriert haben. Um sie herum gruppieren sich sechs Campamentos, die auf Stelzen gebaut sind, um so wenig Boden wie möglich zu berühren. Im Galpón, einer offenen Gemeinschaftslounge, läuft der Abend aus. Wer hier übernachtet, tut das an einem Ort, an dem außer dem Wind kaum etwas zu hören ist.

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Details

  • Land

    Peru

  • Ort

    Tinajani-Canyon

  • Preis

    ab 620 € pro Nacht/Person

  • Beste Reisezeit

    April - Juni & September - Oktober

Zimmer

Sechs Campamentos gruppieren sich um die Casona, jedes besteht aus zwei miteinander verbundenen Zelten: einem Schlafzelt mit eigenem Badezimmer und einem Wohnzelt mit Schlafsofa. Gebaut sind sie auf Stelzen, damit der Boden darunter unberührt bleibt. Innen stehen ein Holzofen und lokal gefertigte Möbel, auf den Betten liegen peruanische Baumwolle und Alpaka-Decken, auf dem Boden Teppiche aus Arequipa. Zu jedem Campamento gehört ein privates Deck mit Hot Tub – der beste Platz des Hauses, sobald es dunkel wird.

Blick von innen eines gemütlichen Zeltes durch offene Türen auf eine Holzterrasse mit zwei Stühlen und einem runden hölzernen Whirlpool vor einer hügeligen Landschaft.
Eine hölzerne Terrasse mit Stühlen und einem hölzernen Whirlpool mit Blick auf eine felsige, grasbewachsene Landschaft unter klarem Himmel.
Innenansicht eines gemütlichen Zeltes mit einem beigen Ecksofa, einem kleinen Couchtisch mit einem aufgeschlagenen Buch, einer Stehlampe und dekorativen Pflanzen.
Blick in ein Glamping-Zelt mit zwei ordentlich gemachten Einzelbetten mit weißen Bettlaken, einem Holzboden und rustikalen Outdoor-Elementen, darunter Regale mit Stiefeln und eine Laterne.

Kulinarik

Gegessen wird in der Casona, dem Lehmbau mit Strohdach aus den 1890er-Jahren, der das Zentrum des Camps bildet. Auf den Teller kommt, was das Hochland hergibt, zubereitet nach den Rezepten der Region. Der Galpón, eine große offene Gemeinschaftslounge, ist der Ort für einen Drink davor oder danach – unter freiem Himmel und mit Blick in den Canyon. Weil das Camp nur sechs Einheiten hat, fühlt sich das Ganze eher nach Hausgemeinschaft als nach Hotelrestaurant an.

Rustikaler Esstisch, gedeckt für eine Mahlzeit mit gemusterten Tischdecken, Servietten, Glaswaren und Schalen unter einem Kronleuchter in einem schwach beleuchteten Raum mit Holzmöbeln und Fenster.
Zwei Personen frühstücken im Freien an einem Tisch mit kariertem Tischtuch; eine Person hält eine Tasse mit Brei und einem Löffel, während die andere eine Orangenscheibe isst.
Outdoor dining area with wooden chairs and tables under a thatched roof, set against a backdrop of rugged rock formations and dry vegetation in bright daylight.
Verschiedene Gerichte, darunter eine Schüssel mit geschnittenen Kartoffeln, ein Salat mit Grünzeug und Tomaten, kleine Schalen mit Salz, Pfeffer und einem Löffel Senf oder Chutney sowie ein schwarzer Topf mit gekochtem Fleisch, alles auf einem gewebten roten und grauen Tischtuch.

Aktivitäten

Das Programm entsteht vor Ort und richtet sich nach Wetter, Lust und Kondition. Auf der Liste stehen Wanderungen durch den Canyon, ein Ausflug zum jahrhundertealten Qolle-Baum in der Dämmerung, Vogelbeobachtung an den Felswänden und der Weg in den Wald der Puya Raimondii, der größten Bromelien der Welt. Kulturell geht es zu den Keramikwerkstätten von Pucará, wo die charakteristischen Stiere entstehen, und auf der Cordillera-Route zu Gemeinden, die ihre Traditionen bis heute leben. Der beliebteste Programmpunkt braucht dagegen keinen Guide: das Lesen des Andenhimmels vom eigenen Hot Tub aus.

A person wearing a hat stands in a grassy field among tall Puya raimondii plants with elongated flower spikes in a mountainous landscape under a partly cloudy sky.
Ein kleiner Vogel, der teilweise hinter einer Felswand versteckt ist und aus einer Spalte herausschaut, mit unscharfem beigem Hintergrund.
Blick auf das felsige Tinajani-Tal mit geschichteten roten Felsformationen und grasbewachsenen Hügeln durch ein Autofenster an einem bewölkten Tag.
Luftaufnahme einer großen felsigen Klippenformation mit zerklüftetem Gelände und Schatten, die von der Nachmittagssonne in einem offenen Berggebiet geworfen werden.

Lage

Der Tinajani-Canyon liegt im südlichen Hochland Perus, auf der Route zwischen Cusco, dem Titicacasee und dem Colca-Tal – eine Region, in die kaum Reisende kommen. Geformt wurde die Landschaft von einem urzeitlichen See; übrig geblieben sind rote Sandsteintürme und Felsbögen entlang des Tinajani-Flusses, die an den amerikanischen Südwesten erinnern. In der Umgebung wachsen Puya Raimondii, die größten Bromelien der Welt, und im nahen Pucará fertigen Familien seit Generationen die keramischen Stiere, die auf den Dächern des Altiplano stehen. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis September: Tagsüber werden bis zu 19 Grad erreicht, nachts kann es auf minus zwei Grad fallen. Genau diese klaren Nächte machen den Sternenhimmel über dem Canyon zu einem der besten in Peru.

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