Mein Abenteuer im Corcovado-Nationalpark
20 Kilometer durch Costa Ricas wildesten Regenwald
20 Kilometer durch Costa Ricas wildesten Regenwald
Eine meiner unvergesslichsten Reiseerfahrungen war eine rund 20 Kilometer lange, geführte Wanderung durch den Corcovado-Nationalpark in Costa Rica – mitten durch dichten Urwald, ohne befestigte Wege, dafür mit jeder Menge Matsch. Und mit den denkbar falschen Schuhen. Wenn Du wissen willst, wie sich ein Tag im wildesten Nationalpark Costa Ricas wirklich anfühlt, nehme ich Dich mit auf diese Tour.
Der holprige Start – mit den falschen Schuhen unterwegs
Schon zu Beginn meinte unser Guide, dass das heute schwierig werden könnte – und dass man sich eigentlich im Office Gummistiefel hätte ausleihen können. Nur hatte uns das beim Briefing am Vorabend leider niemand gesagt. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mit meinen Laufschuhen loszulaufen. Die Folge: Ich bin unterwegs mehrfach ausgerutscht und mehr als einmal im Matsch gelandet.
Gut zu wissen
Im Corcovado-Nationalpark ist der Boden auch außerhalb der Regenzeit oft matschig und rutschig. Frag beim Briefing aktiv nach Gummistiefeln zum Ausleihen – das Angebot wird nicht immer automatisch erwähnt, kann Dir die Wanderung aber deutlich erleichtern.
Wildschweine, Pumas – und ein mulmiges Gefühl
Gleich zu Beginn wurden wir außerdem darauf vorbereitet, wie wir uns verhalten sollen, falls wir Wildschweinen mit Jungtieren begegnen – oder im schlimmsten Fall sogar einem Puma. Nach diesem Briefing hatte ich mich innerlich schon fast damit abgefunden, dass das heute vielleicht mein letzter Tag auf Erden sein könnte.
Ein Einsiedler mitten im Regenwald
Nach etwa acht Kilometern machten wir einen Stopp bei einem Mann, der vor rund 20 Jahren beschlossen hat, komplett allein in die Wildnis zu ziehen und sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Er lebt dort völlig abgeschieden. Braucht er Lebensmittel, läuft er etwa 15 Kilometer durch den Urwald bis in die nächste Stadt. Ansonsten bekommt er nur Besuch von Wandergruppen wie uns, die gelegentlich vorbeikommen.
Besonders beeindruckt hat mich seine Sammlung an Rockband-Postern aus seinem früheren Leben. Er ist ein riesiger Musikfan und hört seine CDs bis heute über einen alten CD-Player – Empfang gibt es dort natürlich keinen. Mitten im Urwald jemanden mit so einer Geschichte zu treffen, war ein ziemlich surrealer Moment.
Zwölf Kilometer durch dichten Urwald
Danach ging es weitere zwölf Kilometer durch den dicht bewachsenen Nationalpark. Spannend fand ich, dass selbst die Guides diesen Weg nur einmal geführt kennenlernen – danach müssen sie ihn allein wiederfinden. Unser Guide fragte uns unterwegs an mehreren Abzweigungen, in welche Richtung wir wohl gehen würden. Wir lagen natürlich jedes Mal falsch. Seine trockene Antwort: „Wenn ihr da lang geht, werdet ihr nie wieder herausfinden.“
Am Ende zählt die Geschichte, die bleibt
Am Ende haben wir es natürlich alle heil wieder herausgeschafft – dank unserer Guides. Trotz der matschigen Schuhe und der kleinen Portion Respekt am Anfang war diese Wanderung eines der aufregendsten und im Nachhinein auch witzigsten Erlebnisse, die ich je hatte. Auch wenn sich das am Anfang noch ganz anders angefühlt hat. Es ist definitiv eine Geschichte, die ich immer wieder gerne erzähle – und einer der Gründe, warum Costa Rica für mich zu den eindrücklichsten Reisezielen Lateinamerikas gehört.
Reizt Dich ein eigenes Abenteuer im costaricanischen Regenwald? Wir beraten Dich gerne persönlich und stellen Dir eine Costa-Rica-Reise zusammen, die genau zu Dir passt.
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