Nele Unger
Travel Designer
Nele hat ihr Herz an Lateinamerika verloren, als sie 2023 im Rahmen ihres Tourismusstudiums ein Praktikum in einem Hotel in Santa Teresa an der Pazifikküste Costa Ricas absolvierte. Von Anfang an war sie begeistert von der Lebensfreude, Gelassenheit und vor allem der Herzlichkeit der Menschen. Nach ihrem Praktikum bereiste sie das Land noch mehrere Wochen und entdeckte dabei die unglaubliche Vielfalt Costa Ricas.
Was mich an Lateinamerika nie loslässt? Die Natur, die Tiere und diese Herzlichkeit der Menschen, die jede Reise zu etwas ganz Eigenem macht.
Auf meiner Bucket List
Patagonien
Eine Reise nach Patagonien steht ganz oben auf meiner Bucket List. Ich möchte die beeindruckende Natur des Südens Südamerikas entdecken. Von den spektakulären Wanderwegen im Torres-del-Paine-Nationalpark über die gewaltigen Gletscher der Region bis hin zu den wilden Landschaften rund um El Chaltén. Der Fokus soll dabei ganz auf Wandern und unberührter Natur liegen.
Nächste Reise
Ecuador
Meine nächste Reise führt mich wieder nach Ecuador. Ich möchte das Land noch intensiver kennenlernen und nicht nur die bekannten Highlights sehen, sondern tiefer in die Vielfalt des Landes eintauchen. Besonders freue ich mich darauf, die Anden, die einzigartige Natur und die verschiedenen Regionen des Landes zu entdecken
Über Nele - Wie Lateinamerika mein Herz eroberte
Manche Reisen verändern einen. Meine erste Begegnung mit Lateinamerika war so eine — und ich wusste vom ersten Moment an, dass ich immer wieder zurückkehren würde. Was mich sofort gepackt hat, war nicht nur die Natur, auch wenn sie atemberaubend ist. Es war die Energie der Menschen, die Herzlichkeit, mit der man einem Fremden begegnet, und das Gefühl, dass das Leben hier auf eine andere, intensivere Art zelebriert wird.
Mein erster längerer Aufenthalt führte mich nach Costa Rica — und dieses Land hat mir gezeigt, was es bedeutet, wirklich in einer Destination anzukommen. Ich habe dort nicht nur gereist, ich habe gelebt. Früh morgens durch den Regenwald laufen, bevor die Hitze einsetzt. Abends am Strand sitzen und zuschauen, wie die Sonne im Pazifik versinkt. Dazwischen immer wieder Momente, die mich sprachlos gemacht haben: ein Faultier, das mich aus dem Geäst heraus anschaut. Eine Wanderung durch den Corcovado, bei der ich für Stunden das Gefühl hatte, der einzige Mensch auf der Welt zu sein. Costa Rica hat mir beigebracht, langsamer zu werden und im Moment zu leben.
Nur ein Jahr später zog es mich weiter nach Ecuador und auf die Galápagos-Inseln, und im Anschluss noch nach Mexiko. Drei Destinationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten — und doch verbindet sie alle dasselbe: die Wärme der Menschen, die einem das Gefühl geben, schon immer dazuzugehören. Lateinamerika lässt einen nicht mehr los. Und ich will auch gar nicht mehr losgelassen werden.
Orte, die mich besonders begeistern
Costa Rica — Für immer Pura Vida
Costa Rica ist für mich der Inbegriff von Abenteuer und Ursprünglichkeit. Wer einmal durch den Corcovado Nationalpark gewandert ist — einen der artenreichsten Regenwälder der Erde — der versteht, warum dieses Land so besonders ist. Kein Trampelpfad, kein Schild, einfach nur Wald, so dicht und lebendig, dass man das Gefühl hat, die Natur atmet um einen herum.
Aber Costa Rica ist mehr als Regenwald. In Santa Teresa bin ich bei Sonnenuntergang geritten — durch Wälder, über Flüsse, und am Ende auf einem verlassenen Strand mit dem Pazifik vor mir und diesem Licht, das alles in Gold taucht. Das ist ein Moment, den ich nie vergessen werde. Genauso wenig wie die Wanderung zu den Nauyaca Wasserfällen bei Uvita, wo ich einfach den Wasserfall hochgeklettert und runtergesprungen bin.
Wer es etwas ruhiger mag, dem empfehle ich die heißen Quellen am Fuße des Arenal Vulkans — ein Erlebnis, das man sich verdient haben sollte, nachdem man tagsüber aktiv unterwegs war. Und vor der Küste von Uvita wartet noch ein ganz besonderes Highlight: Whale Watching im Ballena Nationalpark, wo Buckelwale ihre Jungen zur Welt bringen. Eine der emotionalsten Naturbeobachtungen, die ich je gemacht habe.
Galápagos — Tierische Begegnungen
Dass die Galápagos-Inseln etwas Besonderes sind, wusste ich vorher. Aber was mich dort wirklich überwältigt hat, war die schiere Unmittelbarkeit. Du schnorchelst, und plötzlich schwimmt ein Seelöwe neben dir — neugierig, verspielt, völlig unbeeindruckt von deiner Anwesenheit. Du gehst einen Weg entlang, und eine Riesenschildkröte versperrt dir gemächlich den Weg. Die Tiere kennen hier keine Angst vor Menschen, und genau das macht jede Begegnung so unglaublich nah.
Für mich zählt die Zeit auf den Galápagos-Inseln zu den außergewöhnlichsten Reiseerlebnissen überhaupt.
Mexiko — Zwischen Maya-Kultur und Karibikblau
Mexiko hat mich auf eine ganz andere Art überrascht. Nach der Ursprünglichkeit Costa Ricas und der Stille der Galápagos-Inseln empfing mich hier ein Land voller Kontraste, voller Farbe, voller Geschichte. Chichén Itzá hat mich beeindruckt wie kaum ein anderes archäologisches Erbe .
Mein absolutes Highlight auf der Yucatán-Halbinsel waren aber die Cenoten: kristallklare Süßwasserhöhlen, in denen man in einer anderen Welt zu schwimmen scheint. Und dann noch die Insel Holbox — kein Autos, weißer Sand, türkisblaues Wasser und eine Langsamkeit, die an Costa Rica erinnert. Die Sonnenaufgänge an der Karibikküste sind dort übrigens die schönsten, die ich je gesehen habe. Früh aufstehen lohnt sich.